fodmap Leben

Brot backen! Für mehr Flow im Alltag

8. Dezember 2015
einfach und schnell gesundes Brot backen. Buchweizen-Dinkel.

Oh nein. Diät.

Ich soll Diät halten. Genauer: die low fodmap-Diät soll mich momentan begleiten.

Mein Bauch spielt öfter mal verrückt. Er mag ziemlich viele Sachen nicht so gerne (auch wenn ich sie sehr gerne essen würde!) und so ist Essen immer ein Abwägen zwischen dem was ich möchte und dem was mein Bauch möchte.

Fruktosemalabsorption, Laktoseintoleranz, Weizensensivität – alles dabei!

Nun brachte mich also ein Arzt, der auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten spezialisiert ist, auf die Idee mit Hilfe des fodmap-Konzeptes ein wenig Entspannung in die Mitte zu bringen. Mehr zum Thema findest du hier.

Erst war ich überhaupt nicht begeistert. Klar, wer mag schon rigide und einschränkende Konzepte und Essen nach Tabellen?

Aber mein Bauch ist wichtig für mich, und ihn tagtäglich unglücklich, bockig und aufgebläht zu sehen macht mich vollkommen deprimiert.

Ich beschloss also dem Ganzen eine Chance zu geben. 4 oder 6 Wochen fodmap-armes Essen müsste doch zu schaffen sein.

Allerdings stellte sich ein Anflug von Panik unweigerlich bei meinem Lieblingsthema ein: dem Frühstück.

Ich mag Frühstück! Der Tag ist noch so jung. So verheißungsvoll. Alles ist möglich!

Ein gutes Brot musste also her. Denn da halte ich es in letzter Zeit am liebsten wie die Franzosen: in Ermangelung wirklich guter Croissants gibt es schlicht einen starken Kaffee mit Milch, dazu frisches Brot und gute Bio-Sauerrahmbutter.

Denn diese abgepackten glutenfreien Brot-Klötze zu kaufen war keine Option für mich. Glutenfreies Weißbrot zum Aufbacken auch nicht. Hat keine Seele. Aufgeblasene Luft, irre raffinierte Stärke die nur den Blutzuckerspiegel Achterbahnfahren lässt. Außerdem  steckt es voller Zusatzstoffe, die auch nicht unbedingt etwas für Empfindliche sind.

Was blieb mir? Selber Brot backen?? Im ersten Moment wischte ich diesen Gedanken einfach nur unwirsch zur Seite. Absurde Idee.
Ich bin immerhin vielbeschäftigte Mama und Ehefrau, halte hier Kind, Kegel und den Laden am Laufen. Leider ohne helfende Hände.

Meine beiden Kinder sind noch ziemlich klein, eins und drei. Und ich muss gestehen: sie sind schon wirklich unglaublich süß und irre charmant! Sie hauen mich jeden Tag auf’s Neue um!

 

gesund und einfach selber backen: Buchweizen-Dinkel-Brot. Mehr Genuss und Entspannung im Alltag.

Brot für glückliche Momente!

 

Trotzdem: wann zum Teufel sollte das Brot gebacken werden?

Ich beschloss, dem Ganzen einfach eine Chance zu geben und mir einen Vormittag Zeit dafür zu nehmen. Ich kaufte seit Langem wieder mal Hefe, dazu allerlei fodmap-arme Mehle. Buchweizen und Hafer und Sorghum und Teff und Reis.

So. Prüfender Blick auf die Uhr, eigentlich keine Zeit. Es gibt genug andere Dinge zu tun. Brot kann man nun wirklich auch kaufen.

Ein wenig ungeduldig und in Eile las ich das Rezept durch, rieb die gekochte Kartoffel dafür, rührte und knetete.

Doch dann passierte etwas Erstaunliches.

Ich merkte erst gar nicht, dass ich immer weniger auf die Uhr schaute.
Dass meine Bewegungen langsamer wurden, und mein Blick liebevoller.
Dass der Teig in den Vordergrund rückte, dass ich den Duft der Hefe in der Nase hatte, die Wärme und die seidige Textur an den Fingern spürte.

Ich wurde ruhig, ich wurde klar. Kam ganz im Hier und Jetzt an, war konzentriert und entspannt. Gesammelt und gleichzeitig auf innerem Streifzug. Anwesend und doch mit einer angenehmen Distanz zu den Dingen.

Es fühlte sich schwerelos an! Ich war aus dem Hamsterrad des Alltagstrotts ausgestiegen.

Da war er! Der Flow!

Das fühlt sich an wie Yoga. Nur ohne Matte. Ist sozusagen Yoga ohne Yoga.

Geht nämlich auch anders. Mit Brot backen zum Beispiel: konzentriert sein auf das was du tust, hingebungsvoll, spüren wie du dich und deine Lieben dadurch nähren wirst.

 

Ich schob das Brot in den Ofen, ging zurück ins Wohnzimmer – und kam mir vor als ob ich aus der Ferne zurückkäme. Ich war irgendwie weit weg gewesen! Auszeit! Kurzurlaub!

Ich fühlte mich frisch, energiegeladen, war voller Elan und Vorfreude auf den Rest des Tages!

Ich würde mittags eine Scheibe des frisch gebackenen Brotes kosten, oder besser zwei, dazu einen kräftigen hanseatischen Assamtee mit Sahne trinken, vielleicht Bergkäse dazu essen, oder doch lieber unsere allerliebste Schweden-Marmelade (Beerenfrüchte. Nordischer Familiensommer mit Glück im Glas! Findest du hier)

Dann würde ich die Kinder abholen, wir würden einige Dinge erledigen und alles würde uns einfach so von der Hand fliegen weil wir mit offenem Herzen und ganz in der Gegenwart die Momente pflücken würden die uns der Nachmittag schenken würde. Man kann so viele dieser Momente sammeln wenn man kleine Kinder hat! Solche Glücksmomente in denen die Welt kurz stehenbleibt.
Du musst nur kurz innehalten, ganz da sein, ein bisschen loslassen, im Augenblick ankommen.
Und du musst nicht mal Asanas dafür machen.

 

Einfacher und schöner geht’s nicht!

 

gesund und einfach selber backen: Buchweizen-Dinkel-Brot. Mehr Genuss und Balance im Alltag! Dazu Himbeer-Erdbeer-Marmelade

Buchweizen-Dinkel-Brot mit schwedischer Beeren-Marmelade

 

Hier geht’s zu den Rezepten:

Haferbrot

Buchweizen-Dinkel-Brot

Himbeer-Erdbeer-Johannisbeer-Marmelade  Schwedisches Beerenglück!

 

Wie haltet ihr es mit dem Brot? Dem Alltag? Dem Flow? Kennt ihr die fodmaps?
Immer gerne hinein damit in die Kommentare!

 

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