Leben

Das Geheimnis glücklicher Kinder

7. Dezember 2015
Wie deine Kinder glücklich und stark werden

 

Über das Innige zu deinen Kindern.

Dein Kind geht in eine Krippe? Prima! Meist ist das gut für das Kind. Und für dich auch, ja, und sogar auch für deine Beziehung. Und so auch wieder für das Kind. Stichwort glückliche Familie.
Denn jeder braucht Luft, und eine Mama braucht mehr als nur Mama-Sein.
Soweit so gut. Klar und wichtig.

Doch ist es dir schon passiert dass dein Kind eine Phase hat, in der seine Laune jeden Morgen zwei Meter vor der Eingangstür der Krippe von freudig in knatschig umschlägt?

Vielleicht ergeht es deinem Kind wie meinem. Irgendwas stimmte da plötzlich nicht mehr.

In der Kinderkrippe meines Sohnes haben mir die Erzieher seit einigen Monaten so zwischen den Zeilen immer wieder suggeriert, dass man an ihm etwas „reparieren“ muss und dass ich als Mama die Dinge irgendwie nicht gut mache.
Das wurde nie offiziell kommuniziert, es gab immer nur kleine sachliche „Verbesserungsvorschläge“ wie z.B. „zieh ihn doch mal anders an“ oder „geh doch mal besser so mit seinen gelegentlichen Wutanfällen um“.

Diese „freundlichen“ und „helfen-wollenden“ Hinweise kamen aber immer in einem Tonfall daher der an Drama kaum zu überbieten ist. Tiefer Blick, Grabesstimme und eindringliche Art – mir ist jedes Mal das Herz in die Hose gerutscht was nun schon wieder Schlimmes sei.

Es bleibt das schale Gefühl, dass man einfach alles falsch macht und nicht sicher ist, ob man selbst oder das Kind noch den Weg zurück in die Richtigkeit findet. Ebenso blieb mir jedes Mal ein ganz starkes Gefühl von Ohnmacht und Angst, etwas später kristallisierte sich das heraus als irre Wut gegenüber dieser „Wand“ die da auf einen eindrückt!

Und alles so un-greifbar! Es dauert unglaublich lange bis man in diesem perfiden Dickicht erkennt, dass irre große Zweifel gesät werden!

 

Wie deine Kinder glücklich, stark und gelassen werden! Du musst fest an sie glauben. Über Zweifel

 

Tiefe Zweifel daran ob mit dem Kind alles in Ordnung ist, ob man selbst in der Lage ist, dem Kind das zu geben was es braucht, ob man empathisch genug, liebevoll genug, kompetent genug ist um das Kind glücklich sein lassen zu können und auf seinem Weg das zu geben was es unabdingbar braucht.

Was das Kind nämlich unabdingbar braucht ist die traumwandlerische Sicherheit und kompromisslose Gewissheit, dass die Mama hinter ihm steht, es liebt, es verteidigt und es über absolut jeden Zweifel erhaben ist, dass es vollkommen außer Frage steht dass mit ihm alles stimmt und dass es so wie es ist geliebt und angenommen wird.

Wie kann eine Mutter dies geben wenn sich in diesem feinen und immens wichtigen Gespinnst Risse und Zweifel einschleichen?

Wie kann das Personal einer Kinderkrippe nur dulden oder inkompetent genug sein um ohne zu merken oder (noch schlimmer) ohne sich darum zu scheren solche Zweifel bei den Müttern zu säen?
Gerade eine Krippe, ein Ort in dem die Kinder noch so weich, so schutzbedürftig und so formbar sind.

Den Zorn der mich da packt kann ich kaum in Worte fassen.

Was macht das mit mir als Mutter?

Sicher, es gibt die Mütter die sich durch nichts und niemanden verunsichern lassen… aber ist das gut? Wer weiß wie die sonst noch so drauf sind.

Mir ist nach und nach klar geworden, dass ich keine „komischen“ Gefühle in dieser Sache habe, dass ich zu Recht vor Wut koche.

Trotzdem, und das ist beängstigend, haben mich diese Bemerkungen über mein Kind vollkommen zweifeln lassen! Am Kind und an mir selbst. Natürlich nicht richtig bewusst undf offiziell, aber so irgendwo dahinten im Dunkeln von mir selbst waberte ganz deutlich der Zweifel und das Gefühl, ich müsse mein Kind nun irgendwie „besser machen“.
Was passiert? Richtig, du bist mit ihm plötzlich ungnädig, ungeduldig und kaltschnäuzig.

Mein Kind und ich haben extrem deutlich auf diese Episode reagiert.
Eigentlich pflegten wir nämlich gerade wieder einen sehr entspannten und liebevollen Umgang, jetzt nachdem die Ankunft vom Schwesterchen einigermaßen verarbeitet war (von allen).

Doch nun in den letzten Monaten wurde das Verhältnis wieder schwierig und gereizt, er war kratzbürstig und unwirsch zu mir. Ich hatte keine Ahnung warum.

Kaum allerdings hatte ich durchschaut was da in der Krippe und also in mir ablief da änderte sich auch schon vollkommen unmittelbar und wie auf Knopfdruck die Beziehung zwischen meinem Sohn und mir! Das zu sehen fand ich unglaublich schön und unglaublich schaurig zugleich!

Wie irre sensibel, reaktiv und fragil ist denn bitte so eine Beziehung zum eigenen kleinen Kind?
Das ist doch kaum zu glauben! Und das obwohl du es aus tiefstem Herzen liebst.
Und wie schnell und wie deutlich reagiert er darauf, anscheinend auch: wie anders verhalte ich mich nun direkt wieder – und wie schnell, unbemerkt und heftig haben mich diese Leute schon in seinem Verhalten gegenüber beeinflusst!

Ich kann gar nicht klar genug sagen wie wichtig ich diese Erfahrung nun finde um mich damit dagegen zu wappnen in Zukunft wieder in diese Falle zu tappen!
Um nicht wieder an meinen Kindern zu zweifeln und dadurch zuzulassen, dass sich so ein fieser, perfider und krank machender Keil zwischen uns treiben lässt.

 

Will sagen:

Es gibt nichts Wichtigeres als hinter seinen Kindern zu stehen.
Voll und ganz hinter ihnen zu stehen, nicht an ihrem Wesen und ihrer Person zu zweifeln! Und dies auch deutlich und laut zu tun, nach außen zu zeigen, der Welt klar zu machen dass da einfach überhaupt keine Angriffsfläche ist!
Dein Zeichen nach außen ist vor allem auch ein Zeichen für deine Kinder.

Sie brauchen das, sie brauchen das wie Luft zum Atmen, sie müssen blind spüren dass die Mama (der Papa) für es einsteht und kompromisslos liebt. In diesem Delta kann es sich dann nämlich prächtig entfalten, es kann durch ebendieses Vertrauen in es wachsen und aus sich selbst heraus schöpfen.
(Es geht hier gar nicht darum ob das Kind oberflächlich betrachtet Mist macht und du es mal schimpfst, es geht um das tiefe Gefühl darunter das du kommunizierst.)

Ich möchte dass der Glaube an unsere Kinder unerschüttlich bleibt.
Sie werden es uns danken.

So können sie tolle Menschen werden, die mit sich im Reinen sind, die an sich selbst glauben ohne überheblich zu werden (haben sie dann nicht nötig) und so können sie unsere Welt zu einem besseren Ort machen.

Ich habe gelernt, wie gut ich darauf aufpassen muss und will, dass die Beziehung zu meinen Kindern rein, innig, liebevoll und insbesondere auch direkt bleibt.
Ich habe gelernt, wie sehr es darum geht, bei sich selbst zu bleiben und sich in Sachen Familie von seinem Inneren leiten zu lassen.

 

Jede Familie ist eine kleine verschworene Gemeinschaft!
Natürlich mit offenen Fenstern.

 

Wie deine Kinder glücklich, stark und gelassen werden! Du musst fest an sie glauben. Über Zweifel

 

Und du? Hast du bereits Ähnliches erlebt?
Ist es dir auch schon passiert, dass dein Kind kritisiert wird und du dich beim Zweifeln ertappst?
Immer hinein in die Kommentare!

 

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2 Comments

  • Reply Markus 27. Dezember 2015 at 10:46

    Kinder brauchen so unbedingt das tiefe Urvertrauen zu den eigenen Eltern….das ist so wichtig!!! Kann dich nur darin bestätigen.
    Ich gehe da noch einen Schritt weiter und sehe die Kinderkrippe sehr kritisch. (Im Grunde lehne ich sie ab.) Kinder unter drei Jahren brauchen ihre Eltern! Sie brauchen ein liebevolles Elternhaus und, wie du schreibst, das unbedingte Vertrauen in ihre Eltern. Wie soll das gehen, wenn die Kleinen (unter dreijährigen) vormittags eine Erzieherin/einen Erzieher als Bezugsperson haben? Was fühlt das kleine Kind, wenn Mama oder Papa es in die Krippe geben und dann nicht mehr da sind?

    • Reply anja@everydayinpink.com 27. Dezember 2015 at 21:19

      Lieber Markus,
      vielen Dank für deine Meinung! Und danke dafür, dir so viele und wichtige Gedanken zu machen!
      Wir brauchen ganz sicher Eltern, die sich all die ihnen mögliche Mühe geben und die gut überlegen und abwägen, wie sie die Dinge in ihren Familien halten können und wollen. Für die einen mag eine Lösung in Frage kommen, für andere eine andere. Auch das gilt es zu respektieren. Die Grau- und Zwischentöne müssen Eingang in die Debatte finden, sonst werden wir diesem komplexen und wichtigen Thema, das uns allen so am Herzen liegt, nicht gerecht.

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